
Das Bild aus Tyrol habe ich als „Fließender Stein“ betitelt.
Friedvolle Natur und Krieg.
Gehen und bleiben wollen.
Stark und schwach.
Optimistisch und pessimistisch sein.
Fremd sein und dazugehören.
Auf sich selbst schauen und auf die Anderen schauen.
Wir leben so viele Gleichzeitigkeiten, die stressvoll und problematisch sein können – oder auch nicht.
Es gibt dabei eine wichtige Bewegung: von „Entweder-Oder“ zu „Sowohl-Als-Auch“.
Diese Bewegung kreiert eine Erweiterung oder Ausdehnung unserer Präsenz.
Ein Paradox kann sich eng anfühlen oder es öffnet einen Raum in uns.
Das Paradox zu spüren und den Schritt über die gewohnte Logik hinaus zu wagen, ermöglicht oft das Auftauchen von etwas Neuem, Kreativem, das vor dem gespürten Paradox noch nicht da war.
Etwas Neues, das vielleicht entsteht, weil eine neue Ordnung spürbar wird, nicht die gewohnte, logische Ordnung.
Gendlin nennt diese neue Ordnung „the implicit order“.
Welche Gleichzeitigkeit erlebst du gerade jetzt? Und in der letzten Zeit?
Welche Paradoxien begleiten und bereichern dein Leben?
Welche Fülle oder welchen fruchtbaren Boden lebst du, weil du der Gleichzeitigkeit oder dem Paradox einen guten Raum gegeben hast?
Welches Paradox fragt nach deiner Aufmerksamkeit und vielleicht nach ein paar Focusing-Prozessen?
Focusing hilft mir immer wieder dabei, die Gleichzeitigkeit und die Paradoxien zu spüren und Schritte über die gewohnte Logik hinaus zu gehen.
Im Focusing erleben wir immer wieder die erstaunlichen Wege,
die Paradoxien nehmen und wie sie unseren Lebensprozess weitertragen.
Das Neue entsteht, wenn wir keine Lösung erzwingen und nicht pushen, sondern wenn wir dem, was da ist, Zeit und Aufmerksamkeit schenken.
Mehr dazu können wir in den Kursen gemeinsam erfahren.